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Hitler, Vampire und Cowboys zum Lachen: Mel Brooks wird 90

Mel Brooks wird 90.
Mel Brooks wird 90.
Foto: dpa

Los Angeles. Mel Brooks gehört zu den wenigen, die Oscar, Emmy, Tony und Grammy gewonnen haben. Mit 90 Jahren bringt er die Leute immer noch zum Lachen.

Auf seiner Twitterseite gibt er sich als „Autor, Regisseur, Schauspieler, Produzent und gescheiterter Milchbauer“ aus. Im April 2013 trat er dem Kurznachrichtendienst bei, da war Mel Brooks immerhin 86 Jahre alt. Seinen bissigen Witz hat er nicht verloren. Morgen wird der Star-Komiker 90 Jahre alt. Er tweetet, witzelt und unterhält mit ungebremster Energie.

Mit fast 90 Jahren auf Tour

Und er tritt immer noch auf. In diesem Jahr tourt das Multitalent mit seiner über 40 Jahren alten Westernverulkung „Der wilde wilde Westen“ (1974) durch US-Kinos. Die Cowboy-Satire um einen schwarzen Sheriff mit Gene Wilder als Revolverheld zählt zu Hollywoods frechsten Komödien. Er habe seine helle Freude daran, die Reaktionen des Publikums zu beobachten, erzählte er jüngst dem „Journal Sentinel“. „Deswegen macht man Komödien, um Zuschauer zu erleben, die buchstäblich vor Lachen kreischen.“ Nach einer Aufführung in Chicago packte Brooks aus, dass er damals den großen John Wayne für die Western-Parodie haben wollte. Doch der habe das Drehbuch gelesen und es abgelehnt, in dem „schmutzigsten Film“, der ihm je untergekommen sei, mitzuspielen.

Da hatte der in Brooklyn geborene Melvin Kaminsky, Sohn jüdischer Einwanderer aus Danzig und Kiew, seinen schrägen Humor längst bewiesen. Sein absurd-klamaukiges Regiedebüt „The Producers“ (1968, „Frühling für Hitler“) um Nazis, Show-Girls und Broadway-Produzenten brachte ihm einen Oscar für das beste Drehbuch ein. 2001 kam „The Producers“ als Broadway-Musical auf die Bühne. Dort wurde die Hitler-Parodie zur Sensation. Mit zwölf Tony-Trophäen ist es bis heute das am meisten preisgekrönte Stück am New Yorker Broadway.

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