Welt 

Elie Wiesel beigesetzt

New York. Der verstorbene Friedensnobelpreisträger und Holocaust-Überlebende Elie Wiesel ist Medienberichten zufolge am Sonntag, 03. Juli 2016, in der Nähe von New York beigesetzt worden. "Mir ist die ganze Zeit durch den Kopf gegangen, dass die sechs Millionen Holocaust-Opfer nicht die Würde einer Beerdigung gewährt bekamen. Ihre Asche wurde lediglich verstreut", sagte der Rabbi Shmuley Boteach der "New York Times". "Hier hatten wir die Ehre, den herausragendesten Zeugen des Holocaust zu beerdigen."

Der Schriftsteller starb am Samstag, 02. Juli 2016, im Alter von 87 Jahren. US-Präsident Barack Obama nannte Wiesel "Gewissen der Welt", Bundeskanzlerin Angela Merkel "eine Stimme der Moral und der Humanität". Vor der Beerdigung hatten Familie und Freunde laut Medienberichten bei einer privaten Trauerfeier in einer Synagoge in Manhattan Abschied genommen.

Der 1928 in Rumänien geborene Wiesel überlebte die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald. Seine Eltern und seine jüngste Schwester waren von den Nationalsozialisten getötet worden. Über Jahrzehnte hinweg hatte sich der in New York lebende Schriftsteller ("Die Nacht", "Jude heute") für die Erinnerung an den Holocaust eingesetzt.