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Pokémon Go: Smartphone-Verbot auf Schulhöfen?

Düsseldorf . Wegen des "Pokémon-Go"-Hypes haben Lehrer und Eltern kurz vor dem Ferien-Ende in Nordrhein-Westfalen ein temporäres Smartphone-Verbot in Schulen gefordert. "Solange das Pokémon-Fieber grassiert, brauchen wir eindeutige Richtlinien", sagte Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbandes in Nordrhein-Westfalen, der "Rheinischen Post" (Montag). "Darum sollte es vor Unterrichtsbeginn und in den Pausen - solange es das Phänomen gibt - ein Nutzungsverbot für Smartphones geben."

Eltern in der Pflicht

Auch die Landesvorsitzende des Elternvereins, Regine Schwarzhof, sprach sich in der Zeitung für ein solches Verbot aus - sie sieht außerdem Eltern in der Pflicht: "Entscheidend ist aber auch, dass die Eltern ihre Kinder darauf hinweisen, dass sie ihnen deutlich sagen und erklären, dass Smartphones in der Schule nichts zu suchen haben."

In Deutschland gibt es das Smartphone-Spiel "Pokémon Go" erst seit Anfang Juli - da waren in vielen Bundesländern schon Ferien oder sie standen kurz bevor. In NRW beginnt das Schuljahr kommende Woche, in Niedersachsen hat es schon begonnen.

VW macht es vor

Auch Volkswagen hatte seinen Mitarbeitern das Handy-Spiel auf dem Werksgelände verboten. Im Iran zum Beispiel ist die Monsterjagd komplett verboten – aus Sicherheitsgründen.