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Grüne: Wie geht es mit der Initiative Tierwohl weiter?

Symbolbild
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Bonn. Nach dem Ausstieg des Deutschen Tierschutzbundes aus der Initiative Tierwohl sehen die Grünen das Projekt gefährdet.

Die gemeinsame Initiative von Landwirtschaft, Fleischindustrie und Lebensmitteleinzelhandel sei ein "sinkendes Schiff", sagte der Grünen-Fachpolitiker Friedrich Ostendorff der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag). "Die Zukunft der Initiative sieht düster aus."

Tierschutzbund: Keine Transparenz

Der Deutsche Tierschutzbund war vergangene Woche im Streit um bessere Haltungsbedingungen für Schweine aus dem Projekt ausgestiegen. Die Initiative setze weiterhin auf Massenproduktion und biete dem Verbraucher auf absehbare Zeit keine Transparenz, kritisierten die Tierschützer. "Ohne Beteiligung eines gesellschaftlichen Verbandes verliert die Brancheninitiative ihre Glaubwürdigkeit", mahnte Ostendorff.

Die Initiative ist eine Reaktion von Handel, Produktion und Bauern auf die Kritik vieler Verbraucher an der Massentierhaltung. Der Handel zahlt vier Cent pro Kilogramm verkauftem Schweine- oder Geflügelfleisch in einen Fonds.

Teilnehmende Landwirte bekommen Geld aus dem Topf, wenn sie in ihren Ställen bessere Haltungsbedingungen schaffen als vom Gesetzgeber gefordert.