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Festsetzung des Rundfunkbeitrags ändert sich nicht kurzfristig

Symbolbild
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Foto: dpa

Berlin. Das Verfahren zur Festsetzung des Rundfunkbeitrags wird sich nicht kurzfristig ändern. Es sei Sache der Politik, darüber zu entscheiden, sagte die ARD-Vorsitzende Karola Wille am Dienstag, 11. Oktober 2016. "Wir reden jedenfalls nicht von 2017."

In einem Grundsatzpapier hat die ARD Überlegungen angestellt, den Beitrag an einen Index zu koppeln, der die allgemeine Preisentwicklung berücksichtigt. Geht es insgesamt nach oben, würde sich auch der Rundfunkbeitrag erhöhen.

Nach Einschätzung der ARD-Vorsitzenden ist die Festsetzung des Rundfunkbeitrags allerdings nur eine Facette der Reformvorhaben von vielen. Ein wichtiges Thema sei mehr Effizienz zum Beispiel durch Zentralisierung von Aufgaben innerhalb der ARD. Das gelte etwa für die Verwaltung, sagte Wille.

Denkbar sei das für Bereiche wie Honorare und Gehälter. Im Technikbereich sei eine gemeinsame technologische Plattform für Produktentwicklung eines der Ziele.

Für die ARD gehe es um tiefgreifende Reformen, sagte Wille. "Deswegen sind sie auch nicht in zwei, drei Jahren zu bewältigen, sondern in einem größeren Zeitraum, von geschätzt zehn Jahren." Geplant sei allerdings, die ersten Reformprojekte bereits 2017 zu starten.