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Syrien-Gespräche: Noch immer kein Frieden in Sicht

Viele Außenminister an einem Tisch - aber kein konkretes Ergebnis: die Syrien-Gespräche in Lausanne.
Viele Außenminister an einem Tisch - aber kein konkretes Ergebnis: die Syrien-Gespräche in Lausanne.
Foto: dpa

Lausanne/Moskau/Washington/Damaskus. Ohne konkrete Ergebnisse sind am Samstagabend, 15. Oktober, die Syrien-Gespräche zwischen den USA und Russland in Lausanne zu Ende gegangen. Jedoch soll weiter míteinander gesprochen werden. Russlands Außenminister Sergej Lawrow wird von russischen Agenturen mit den Worten zitiert: "Wir haben uns dafür ausgesprochen, dass der politische Prozess so bald wie möglich beginnen soll".

Die Teilnehmer der Verhandlungen seien überein gekommen, die Kontakte fortsetzen. "Es gab einige Ideen, die heute besprochen worden sind und von Ländern vorgebracht wurden, die wirklich Einfluss auf die Situation haben», teilte Lawrow mit. Details nannte er zunächst nicht. Moskauer Medien zufolge soll weder ein Abschlussdokument noch eine Pressekonferenz geplant sein.

Neben den USA und Russland waren auch Ägypten, Saudi-Arabien, Katar, Irak, der Iran, die Türkei, Jordanien und die Vereinten Nationen bei den Syrien-Gesprächen vertreten. Für Besorgnis sorgte unterdessen die Entsendung eines russischen Flottenverbandes ins Mittelmeer. Der ägyptische Außenminister Sameh Shoukry nannte laut einer Mitteilung seines Ministeriums in Kairo die Militäraktion Moskaus ein "falsches Zeichen und wenig hilfreiche Machtdemonstration".