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Deutsche Soforthilfe für Mossul – Bericht über Massen-Exekution

  • 34 Millionen Euro Soforthilfe für Mossul.
  • Humanitäre Lage soll verbessert werden.
  • CNN: Neue IS-Gräueltaten an Zivilisten.

Berlin/Mossul. Angesichts des erwarteten Flüchtlingsstroms aus der umkämpften IS-Hochburg Mossul stellt Deutschland eine Soforthilfe von 34 Millionen Euro bereit. Damit würden Logistikzentren des Technischen Hilfswerkes (THW) im Nordirak finanziert, die Hilfsgüter verteilen, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag, 22. Oktober. Deutschland helfe auch bei der Unterbringung von Flüchtlingen und bei der Gesundheitsversorgung.

"Es wird dramatisch"

"Es wird dramatisch", sagte Müller mit Blick auf die humanitäre Lage in der Region. "Wir müssen uns auf monatelange Stellungskämpfe einrichten, und vor allem die Türkei dürfte wieder einen enormen Flüchtlingszustrom erleben." Es sei mit bis zu einer Million Menschen zu rechnen, die aus Mossul fliehen könnten. Dabei seien in dieser Region schon bis zu acht Millionen Menschen auf der Flucht.

Die irakische Armee, kurdische Peschmerga-Kämpfer und lokale Milizen hatten am Montag eine Großoffensive auf Mossul begonnen. Die Stadt ist die letzte Bastion der Terrormiliz Islamischer Staat im Irak.

IS ermordet angeblich 284 Männer und Jungen

CNN meldet unter Berufung auf eine irakische Geheimdienstquelle, dass der IS jüngst 284 Männer und Jungen exekutiert haben soll. Die Opfer seien vorher von der Terrormiliz als menschliches Schutzschild gegen Angriffe im Süden Mossuls missbraucht worden. Anschließend seien die Leichen mit Bulldozern in ein Massengrab geschoben worden.