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Muh! Die Milchpreise gehen steil nach oben

Berlin. Milchtrinker müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Der Milchindustrie-Verband erwartet zum 1. November eine Erhöhung von mindestens 10 Cent pro Liter H-Milch, wie Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser am Donnerstag, 27. Oktober, in Berlin sagte. Derzeit liege der Durchschnittspreis bei 53 Cent pro Liter. Die "Lebensmittelzeitung" berichtete von Preissteigerungen von 13 bis 15 Cent pro Liter.

Heuser sprach von einer "moderaten" Preiserhöhung. "Sie kommt auch bei den Bauern an." Einer der Gründe für die Steigerung sei, dass die Milchmenge gesunken sei.

Niedrige Preise belasten seit langem die Milchbauern. Als zentrale Ursache gilt ein Überangebot auf den europäischen Märkten. Bund und EU hatten Finanzhilfen für die Milchbauern zugesagt.

Anfang Oktober hatte die deutsche Molkereibranche bereits eine deutliche Entspannung in der Milchkrise gesehen. Das Preistal sei durchschritten, hatte der Milchindustrie-Verband mitgeteilt.

Weltweit steigende Notierungen an den Milchbörsen dürften zu höheren Preisen für Erzeuger und Verbraucher führen.