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Irakische Armee rückt auf Mossuls Stadtgebiet vor

Die irakische Armee, hier im Ort Bartella, ist in die Stadt Mossul eingedrungen. Diese gilt als letzte Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat.
Die irakische Armee, hier im Ort Bartella, ist in die Stadt Mossul eingedrungen. Diese gilt als letzte Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat.
Foto: dpa

Mossul. Rund zwei Wochen nach Beginn der Offensive auf die IS-Hochburg Mossul sind irakische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben erstmals auf das Stadtgebiet vorgedrungen. Eliteeinheiten der Armee hätten von Osten her die Stadtgrenze erreicht und diese überquert, sagte der Chef der irakischen Anti-Terror-Kräfte, Talib Schaghati, am Dienstag, 1. November, dem Staatssender Al-Iraqiya. "Wir haben nun die eigentliche Befreiung Mossuls begonnen."

Die Armee teilte zugleich mit, die Eliteeinheiten hätten den Ort Gogdschali am östlichen Stadtrand Mossuls und ein TV-Gebäude direkt an der Stadtgrenze eingenommen. Der Vormarsch gehe weiter.

IS-Scharfschützen in Gebäuden

Seit Beginn der Offensive vor rund zwei Wochen kam es jedoch mehrfach noch zu Kämpfen in Orten, die zuvor nach offiziellen Angaben erobert worden waren. Immer wieder verstecken sich Scharfschützen und andere Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Gebäuden und Tunneln, von denen aus sie ihre Gegner angreifen.

Die irakische Armee, kurdische Peschmerga-Kämpfer und Milizen hatten vor rund zwei Wochen die Offensive auf Mossul begonnen. Die Großstadt ist die letzte Bastion der Extremisten im Irak. Während die Angreifer von Osten her an Mossul heranrücken konnten, sind sie im Norden und vor allem im Süden noch weiter von der Stadtgrenze entfernt.