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Knochen unterm Landtag: Doch nicht der Graf?

Der Landtagspräsident Bernd Busemann stellt am 14. November die Forschungsergebnisse der im Landtag gefundenen menschlichen Knochen in Hannover  vor.
Der Landtagspräsident Bernd Busemann stellt am 14. November die Forschungsergebnisse der im Landtag gefundenen menschlichen Knochen in Hannover vor.
Foto: dpa

Hannover. Die auf der Landtags-Baustelle in Hannover entdeckten Knochen stammen höchstwahrscheinlich nicht vom vor über 300 Jahren verschwundenen Grafen Philipp Christoph von Königsmarck.

"Wir sollten uns von dem Gedanken verabschieden, seine sterblichen Überreste zu finden", sagte Landtagspräsident Bernd Busemann am Montag, 14. November.

Klosterfriedhof als Ursache

Im August hatten Bauarbeiter rund 40 menschliche Knochen in einer Grube unter dem Landtagsgebäude, dem Leineschloss, gefunden. Die zunächst eingeschaltete Staatsanwaltschaft Hannover brachte den ungelösten Kriminalfall um den Grafen ins Spiel.

Bei den archäologischen Untersuchungen ließ sich der Verdacht jedoch nicht erhärten. Birgit Großkopf von der Uni Göttingen sagte, dass es sich um Knochen von mindestens fünf Personen handele. Vermutlich sind sie auf einem früheren Klosterfriedhof auf dem Areal bestattet worden.