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Zwei tote Frauen, keine heiße Spur - Tätersuche auf Hochtouren

Freiburg. Nach den ungeklärten Morden an zwei Frauen in Freiburg und dem nahe gelegenen Endingen treten die Ermittler weiter auf der Stelle. "Es gibt keine heiße Spur, keinen Tatverdacht und keinen Hinweis, ob die beiden Taten zusammenhängen", erklärte ein Sprecher der Ermittler am Mittwoch zu dem Endinger Verbrechen.

In einem Wald war vergangene Woche die Leiche einer Joggerin gefunden worden. Die 27-Jährige wurde sexuell missbraucht und getötet. Die Sonderkommission "Erle" gehe momentan rund 360 Spuren und Hinweisen nach, so der Sprecher.

Viel Material für "Aktenzeichen XY ... ungelöst"

Zur Todesursache gibt es weiter keine Angaben. Die Spurensuche war am Dienstag abgeschlossen worden. Ob es verwertbare DNA-Spuren gibt, ist noch offen. Sollte es solche Spuren geben, könnten diese mit denen des Freiburger Frauenmordes abgeglichen werden. "Das geht dann relativ schnell."

Im Fall der Mitte Oktober in Freiburg vergewaltigten und getöteten Studentin sucht die Polizei seit Wochen nach dem Täter. Mehr als 1.000 Spuren wurden bearbeitet, rund 940 Menschen seien vernommen worden. Inzwischen hätten mehr als 190 Männer freiwillig eine Speichelprobe abgegeben, sagte eine Sprecherin. Am Mittwoch Abend sollte sich die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" mit den Fällen beschäftigen.

In der gleichen Sendung soll sich auch mit den beiden bislang ungeklärten Gewalttaten mit Todesfolge aus unserer Region beschäftigt werden.