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Aleppos Krankenhäuser außer Dienst - 25 tote Zivilisten bei Attacken

Die zum Großteil zerstörte Stadt Aleppo (Archivbild).
Die zum Großteil zerstörte Stadt Aleppo (Archivbild).

Aleppo. Nach den heftigsten Luftangriffen seit Wochen auf die belagerten Rebellengebiete Aleppos sind alle größeren Krankenhäuser in der nordsyrischen Stadt außer Betrieb. Zuletzt sei das Omar Bin Abdul Asis Krankenhaus im Ostteil der belagerten Stadt am Freitagabend von einer Reihe von Bombardements des syrischen Regimes und seiner Verbündeten getroffen und zerstört worden.

Das teilte die Union of Syrian Medical Organizations (UOSSM) am Samstag, 19. November, mit. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, bei den Angriffen am Samstag seien 25 Menschen gestorben.

Letzte Kinderklinik geschlossen

Bereits am Freitag waren UOSSM zufolge vier weitere Krankenhäuser nach schweren Luftschlägen geschlossen worden. Unter den Kliniken sei auch die letzte noch funktionierende Kinderklinik im Osten Aleppos gewesen, die schon in den Tagen zuvor Ziel von Bombardements war. Die USA verurteilten die Attacken. Aleppo gilt als eines der wichtigsten Schlachtfelder in Syrien und Symbol des verheerenden Bürgerkrieges.

Das Deutsche Rote Kreuz warnte derweil vor dem kompletten Zusammenbruch der Infrastruktur in Aleppo. Wenn das Stromnetz nicht mehr funktioniere, sei auch die Wasserversorgung betroffen, sagte der Leiter der internationalen Zusammenarbeit, Christof Johnen, dem Berliner "Tagesspiegel" (Samstag). In Folge könnte auch das Abwassersystem versagen. "Das kann der Auftakt zu fatalen Abwärtsspiralen sein, die das gesamte Versorgungssystem einer Großstadt wie Aleppo gefährden", sagte Johnen.