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"Nicht schießen" – Zwischenfall vor Gibraltar

Warnschüsse vor Gibraltar:
Warnschüsse vor Gibraltar:
Foto: dpa

Gibraltar. Zwischenfall vor Gibraltar: Ein Schiff der britischen Marine hat Leuchtraketen als Warnschüsse auf ein spanisches Forschungsschiff abgefeuert. Die "Angeles Alvariño" sei in britische Gewässer eingedrungen, berichtete die Zeitung "The Guardian" am Montag. Versuche, das Schiff per Funk zu kontaktieren, seien fehlgeschlagen.

Das Forschungsschiff verließ britische Gewässer nach den Warnschüssen. Großbritannien werde wegen des Vorfalles diplomatischen Protest bei der spanischen Regierung einlegen, sagte ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums. Der Regierungschef von Gibraltar, Fabian Picardo, kritisierte am Sonntag das "verantwortungslose Verhalten" von beteiligten spanischen Schiffen, berichtete der "Gibraltar Chronicle".

"Wir sind nur Ozeanografen"

Auf Twitter beschwerte sich Víctor Díaz del Río, einer der Wissenschaftler an Bord des Forschungsschiffes, über das Vorgehen der Briten. "Nicht schießen...wir sind nur Ozeanografen."

Das Forschungsschiff untersucht dem "Guardian" zufolge den Meeresboden in der Bucht von Algeciras. Spanien beansprucht das knapp sieben Quadratkilometer kleine britische Territorium im Süden der iberischen Halbinsel für sich. Gibraltar war Großbritannien 1713 zugesprochen worden.