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Unendlich langes Wort - Österreicher wählen "Wort des Jahres"

Die Stichwahl im Mai hatte der Grüne Alexander van der Bellen (l.) mit hauchdünnem Vorsprung vor Norbert Hofer (FPÖ) gewonnen - doch die Wahl ist ungültig.
Die Stichwahl im Mai hatte der Grüne Alexander van der Bellen (l.) mit hauchdünnem Vorsprung vor Norbert Hofer (FPÖ) gewonnen - doch die Wahl ist ungültig.
Foto: dpa

Wien. 51 Buchstaben - "das österreichische "Wort des Jahres 2016 lautet "Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung".

Dieses "anschauliche Wort" sei von den Wählern mit deutlicher Mehrheit an die erste Stelle gesetzt worden, teilt die Forschungsstelle Österreichisches Deutsch mit.

Das Wort "Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung" sei "ein Sinnbild und ironischer Kommentar für die politischen Ereignisse dieses Jahres, das vom überaus langen Wahlkampf für die Bundespräsidentenwahl, der Anfechtung der Stichwahl, deren Wiederholung und zusätzlich auch noch von der Verschiebung derselben gekennzeichnet ist", urteilt die Jury.

Sprachlich zeigt das Wort auch sehr gut eine Eigenart der deutschen Sprache, in der beliebig viele Substantive aneinandergereiht und so neue Wörter gebildet werden können, deren Länge praktisch unbegrenzt ist.