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"Barry" – Netflix mit Story über jungen Obama

Der Schauspieler Devon Terrell als Barry in einer undatierten Szene des Films "Barry". Der Online-Streamingdienst Netflix zeigt die biografische Erzählung über Obamas prägende Studentenjahre in New York am 16. Dezember 2016.
Der Schauspieler Devon Terrell als Barry in einer undatierten Szene des Films "Barry". Der Online-Streamingdienst Netflix zeigt die biografische Erzählung über Obamas prägende Studentenjahre in New York am 16. Dezember 2016.
Foto: dpa

Berlin. Er raucht eine Zigarette nach der anderen, ist introvertiert und mag keine Partys. Genannt wird er Barry. So muss Barack Obama wohl vor 35 Jahren als junger Student gewesen sei, lange bevor er in die Geschichte einging als erster afroamerikanischer Präsident der USA. Knapp einen Monat vor Ende seiner Amtszeit wagt sich der Online-Streamingdienst Netflix mit der Eigenproduktion "Barry" (16. Dezember) an eine biografische Erzählung über Obamas prägende Studentenjahre in New York.

Barry, gespielt von Devon Terrell, ist ein ganz normaler junger Mann. 1981 kommt er in New York an, um an der Columbia University zu studieren. Er zieht in eine Wohnung in Morningside Heights, unweit vom Campus, aber Welten entfernt: Kriminalität und Armut bilden die Kulisse seines neuen Lebens. Auf dem Basketballplatz in seiner Nachbarschaft fühlt er sich zuhause, auf seiner Elite-Uni nicht. In seiner Klasse ist er der einzige, der keine weiße Hautfarbe hat.

Und so trifft die Realität eines geteilten Amerikas, die Trennung zwischen weiß und schwarz, reich und arm, Barry hart. Und er passt – mit seiner weißen Mutter und seinem kenianischem Vater – nirgendwo rein. Bei Feierlichkeiten seiner Klassenkameraden fühlt er sich unwohl, ebenso auf Partys im tiefsten Harlem, das Zentrum afroamerikanischem Lebens in New York. Mit seiner Identitätskrise wachsen auch die Probleme zwischen ihm und seiner weißen Freundin Charlotte, gespielt von Anya Taylor-Joy...