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Nach der Bescherung ist vor dem Umtausch

Gefällt ein Weihnachtsgeschenk nicht, wird es häufig umgetauscht. Ein Recht darauf haben Kunden allerdings nicht.
Gefällt ein Weihnachtsgeschenk nicht, wird es häufig umgetauscht. Ein Recht darauf haben Kunden allerdings nicht.
Foto: dpa

Das richtige Geschenk zu finden, gestaltet sich in manchen Fällen schwieriger als gedacht. Auch wenn hinter jedem Geschenk eine freundliche und sicher gut gemeinte Geste steckt, kann es durchaus vorkommen den persönlichen Geschmack des Beschenkten nicht zu treffen. Kurz nach Weihnachten beginnt dann die große Umtauschphase, in der ungeliebte Geschenke zurückgegeben werden.

Umtausch bei Onlinekäufen

Wurde ein Geschenk im Versandhandel gekauft, haben Käufer das Recht auf Rückgabe und Erstattung des Kaufpreises. Unabhängig davon ob das Produkt im Katalog oder im Internet gekauft wurde, gilt dieses in den meisten Fällen innerhalb von 14 Tagen.

Ausnahmen gelten allerdings bei Datenträgern wie CDs, Videos, DVDs oder Software. Sobald die Versiegelung also die Verpackungsfolie entfernt oder verletzt wurde, erlischt das Umtauschrecht. Soll online gekaufte Ware an den Händler zurückgeschickt werden, sollte man auf eine korrekte und sichere Verpackung achten. Empfehlenswert ist dabei die Originalverpackung. Ebenso besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht beim Kauf von frischen Lebensmitteln, Sonderanfertigungen oder Hygieneprodukten.

Die Kosten für die Rücksendung muss der Kunde tragen, wenn der Wert der Ware unter 40 Euro liegt. Häufig kann die Ware jedoch mit Hilfe eines Retouren-Aufklebers kostenlos zurück geschickt werden, je nachdem wie kulant sich der Versandhandel zeigt.

Umtausch im Geschäft

Wurde das Geschenk im Einzelhandel gekauft, kommt es ebenso auf die Kulanz des jeweiligen Händlers an. Hingegen der Meinung vieler Kunden, gibt es in Deutschland kein Umtauschrecht bei Nichtgefallen der Ware. Diese Leistung ist nämlich freiwillig. Der Händler ist also weder dazu verpflichtet das Produkt zurückzunehmen, noch muss er den Kaufpreis zurückzahlen.

Bietet der Händler seinen Kunden dennoch an die Ware umzutauschen, besteht auch hier wieder eine Frist von 14 Tagen. In der Ausgestaltung des Umtauschs ist der Händler frei. Das heißt, dass er selbst entscheiden kann ob er den Kaufpreis in Form eines Gutscheins erstattet oder das Geld zurückgibt. In vielen Fällen geschieht dies nur nach Vorlage des Kassenbons, den man sicherheitshalber immer aufheben sollte.

Bei mangelhafter Ware ist es egal ob das Produkt in einem Geschäft vor Ort oder im Internet gekauft worden ist. Hier besteht ein Gewährleistungsrecht des Käufers. Innerhalb von zwei Jahren kann dieses Recht geltend gemacht werden. In den ersten sechs Monaten nach Kauf, muss der Verkäufer nachweisen, dass der Mangel beim Kauf nicht vorgelegen hat.

Umtausch ohne Kassenbon?

Eine problemlose Reklamation ist nur vorrausgesetzt, wenn man den Kassenbon vorlegen kann. Wer den nicht mehr hat, kann beispielsweise bei einer Kartenzahlung den Kontoauszug vorlegen. Grundsätzlich sollte man irgendwie nachweisen können wann und wo das Produkt gekauft wurde.