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Kölner Polizei kontrolliert Verdächtige am Hauptbahnhof

Polizisten umringen am 31. Dezember 2016 vor dem Hauptbahnhof in Köln eine Gruppe südländisch aussehender Männer.
Polizisten umringen am 31. Dezember 2016 vor dem Hauptbahnhof in Köln eine Gruppe südländisch aussehender Männer.
Foto: dpa

Die Kölner Polizei hat am Hauptbahnhof eine Gruppe verdächtiger Personen eingekreist und kontrolliert. Die rund 150 Männer ähnelten äußerlich "der Klientel vom vergangenen Jahr" und wüssten offenbar noch nicht genau, wo sie hinwollten, sagte ein Polizeisprecher.

Die Polizei habe Platzverweise erteilt und Gefährdeansprachen gehalten, wer sich nicht ausweisen konnte, sei vorläufig in Gewahrsam genommen worden. In der vergangenen Silvesternacht hatte es vor dem Kölner Hauptbahnhof massenhaft Übergriffe von Männergruppen auf Frauen gegeben. Zeugen beschrieben die Täter als arabisch oder nordafrikanisch aussehend.

Sicherheitszone rund um den Dom

Die Domplatte war mit Absperrgittern gesichert, es gab Einlasskontrollen, weil dort Feuerwerk verboten war. Neu installierte hochauflösende Videokameras übertrugen Bilder vom Vorplatz des Hauptbahnhofs live ins Polizeipräsidium. Zudem gab es mehrere Straßensperren. Nach dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wurden unter anderem Betonklötze aufgestellt, um zu verhindern dass Lastwagen in Menschenmengen fahren können.

Auf der Kölner Domplatte inszenierte der Berliner Lichtkünstler Philipp Geist eine Multimedia-Show. Dabei wurden Wörter auf den Boden und an Häuser projiziert, die die Kölner in den Tagen zuvor vorgeschlagen hatten - etwa "Anstand" und "Erinnerung". Der Boden unter den Füßen driftete langsam weg, so die Illusion. Aus Lautsprechern tönten sphärische Klänge.