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Zwei Bundeswehr-Hubschrauber in Afghanistan beschossen 

Masar-i-Scharif. 

Zwei Hubschrauber der Bundeswehr sind im Norden Afghanistans beschossen worden. Bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden, teilte die Bundeswehr am Donnerstag, 5. Januar, mit. Die beiden deutschen Transporthubschrauber des Typs CH-53 flogen demnach am Mittwoch von Kundus nach Masar-i-Scharif, wo die meisten deutschen Soldaten stationiert sind. Die Helikopter konnten den Flug fortsetzen und das deutsche Feldlager erreichen. Aufgrund der Größe des Einschusslochs geht die Bundeswehr von Gewehrbeschuss aus.

Taliban geschwächt

"Ich kann mich nicht an Beschuss eines deutschen Hubschraubers erinnern", sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos. Solche Attacken seien selten, aber nicht zu verhindern. Die Taliban seien nicht mehr zu großflächigen Gefechten mit afghanischen Sicherheitskräften in der Lage. "Was sie aber durchaus können, ist zu jeder Zeit und an jedem Ort aufzutauchen und für Angst und Schrecken zu sorgen", sagte der Sprecher.

Lage verschlechtert

Afghanistan wird vor allem von den radikalislamischen Taliban terrorisiert. Aus einem Kampfeinsatz ist für die Bundeswehr inzwischen eine Ausbildungs- und Beratungsmission geworden. Die Sicherheitslage insgesamt verschlechterte sich nach Angaben des UN-Sicherheitsrats aber im vergangenen Jahr massiv. Im November hatten Aufständische das erst 2013 eröffnete deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif angegriffen.