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Kunstaktion "Yolocaust" schockiert Berlin

Wie man sich am Holocaust-Mahnmal verhält ist jedem selbst überlassen, ein Künstler stimmt jedoch mit einem Projekt nachdenklich.
Wie man sich am Holocaust-Mahnmal verhält ist jedem selbst überlassen, ein Künstler stimmt jedoch mit einem Projekt nachdenklich.
Foto: dpa

Berlin. Eine Online-Aktion zum Berliner Holocaust-Mahnmal sorgt derzeit für Aufregung im Netz. Der israelische Satiriker und Autor Shahak Shapira will damit laut eigener Aussage unsere Erinnerungskultur hinterfragen.

Am Mahnmal werden von Besuchern gerne Selfies und Touristenfotos geschossen und dann in den sozialen Netzwerken geteilt. Diese Bilder griff Shapira auf und hinterlegte sie mit Bildmaterial aus den Vernichtungslagern. Per Mouseover kommt das Grauen der NS-Zeit ungeschönt an die Oberfläche.

Wie man sich an dem Bauwerk, das aus 2.711 Betonsteinen besteht, verhält, sei selbstverständlich jedem selbst überlassen, betont der Künstler auf seiner Webseite. Dennoch bietet er Menschen, die sich auf Bildern wiedererkennen an, die Fotos aus dem Netz zu entfernen.

Zur Webseite des Projekts geht es hier.