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Markus wird im Dschungel das Opfer einer wildgewordenen Frau

Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, Moderatoren der RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" (archivbild)
Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, Moderatoren der RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" (archivbild)
Foto: dpa

Berlin. Halbzeit im australischen Regenwald und die Nerven liegen blank: Während sich Jens Büchner bei der Dschungelprüfung über seine Fettsucht ärgert, quält Kader Loth Markus Majowski bis an den Rand des Wahnsinns. Doch erst noch einmal von vorne.

Knistert da etwa noch mehr als nur das Holz im Lagerfeuer des Camps? Während Gina-Lisa Lohfink und Alexander "Honey" Keen bei der Schatzsuche die Nacht miteinander verbringen müssen, munkeln die anderen Camp-Bewohner bereits über eine mögliche Liebelei der beiden. Doch keine Sorge, die Szenen bleiben jugendfrei. Geknistert hat es dafür jedoch zwischen Jens Büchner und Marc Terenzi. Zumindest einseitig. Bei der Ode an Marc fielen auch Ausdrücke wie "geiles Miststück" und "geile Wildsau". Echte Liebe gibt es eben doch nur unter Männern.

Ein Abschied ohne Tränen

Der Abschied von Sarah Joelle Jahnel (Nein, wir wissen nicht, was sie sonst so macht) verläuft kurz und gefühllos. Nur Hanka versucht in gewohnt psychoanalytischer Manier den Rausschmiss der 27-Jährigen zu erklären: "Vielleicht warst du einfach zu nackt!" Das Testosteron im Camp ist sich jedoch sicher, daran habe es nicht gelegen.

Ist ja auch total egal, denn in der Freiheit angekommen, wartet bereits Busenfreundin Micaela Schäfer auf Sarah Joelle. Gewohnt nackt, wie immer. Während die Damen sofort beginnen über die Bewohner herzuziehen, wird wohl so manch ein Zuschauer nicht über Sarah Joelles letzten Worte im Camp hinwegkommen: "Micaela und ich haben uns auch schon angefasst." Das muss man erst einmal sacken lassen.

Komplizierte Nominierung zur Dschungel-Prüfung

Zurück im Dschungel gilt es die Prüfungs-Teilnehmer zu bestimmen. Jeder Bewohner bekommt zwei Stimmen. Kader Loth kapiert es wie so häufig nicht von Anfang an, doch versteht im vierten Anlauf dann doch, was zu tun ist. Am Ende muss die neue Liebe im Camp gemeinsam ran: Jens und Marc werden für die Dschungelprüfung nominiert. Zwar jammert Jens immer noch über Schmerzen im Knie – zu sehen gibt es nur einen kleinen Kratzer – jedoch macht er gute Miene zum bösen Spiel. Mit Marc an seiner Seite kann ja auch eigentlich nichts schiefgehen. Eigentlich.

Unter dem Motto "Sternenfänger" geht es für die beiden Männer hoch hinaus: Zwei Seile wurden dafür über eine tiefe Schlucht gespannt. Robbend sollen sie sich über die Seile ziehen und dabei Sterne lösen und diese jeweils einander zuwerfen. Jens wirft dabei nach oben, Marc nach unten. "The balance ist schwer", stellt Marc Terenzi gleich nach dem ersten Meter fest. Doch während er sich geschickt anstellt, jammert Jens Büchner über sein Körperfett: "Ich bin zu fett. Ich bin so scheiße fett. Meine Fettsucht kotzt mich an." Vor allem jedoch bremst ihn sein "Fett" und er fällt mehrere Male vom Seil.

Der "dicke Typ hat es nicht geschafft"

Lange Rede kurzer Sinn: Der erste Stern fällt in den Grund, der zweite auch, der dritte auch und am Ende schaffen es die beiden gerade einmal zwei Sterne zurück ins Camp zu bringen. Die Enttäuschung bei Jens ist groß. Er schaut mit ernster Miene in die Kamera, Tränen laufen ihm über das Gesicht und er richtet sein Wort an seine Frau: "Es tut mir leid. Jetzt wirst du denken, dein dicker Typ hat es nicht geschafft. Ich bin zu fett." Danach zählt er die Namen seiner Kinder auf und entschuldigt sich bei ihnen. Irgendwann ist er sich selbst nicht mehr sicher, ob er die Namen aller acht (acht!) Kinder auch wirklich korrekt genannt hat.

Zurück am Lagerfeuer sind die Sterne gar nicht so wichtig, wie die Tupperdose von Hanka Rackwitz. "Ein Luxusartikel", wie sie diese nennt. "Die Tupperdose ist meine sichere Zone. Wo soll ich denn sonst meine Zahnbürste ablegen nach dem Putzen?" Ah, ja. Das ergibt Sinn. Während manch ein Bewohner – in diesem Fall Florian Wess – noch über die Macken von Hanka lachen kann und Spaß mit ihr hat, treibt sie andere in den Wahnsinn.

Beim Essen hört der Spaß auf

"Icke Häßler" gefällt es nämlich gar nicht, dass Hanka sich immer als erste etwas zu essen aus dem Topf nehmen darf. Zur Erklärung: Sie muss die Erste sein, weil danach sonst zu viele Bakterien und Keime im Essen wären. Sagt sie. Häßler regt sich dabei weniger um die Reihenfolge auf, als darüber, dass Hanka wohl gerne mal zu tief in den Topf schaut. Und beim Essen hört der Spaß bekanntlich auf. Und voilà: Das Desaster ist perfekt und somit der erste richtige Streit im Camp ausgebrochen! Am Ende droht Hanka sogar mit dem baldigen Ausbruch ihrer Menstruation. Und das will ja nun wohl wirklich keiner sehen.

Auch am neunten Tag steht eine Schatzsuche im Dschungel an. Die beiden Berliner Kader Loth und Markus Majowski müssen sich dabei gemeinsam auf den Weg machen. Noch ist Markus guter Dinge, doch das Lachen soll ihm bald schon vergehen. Denn bei der Schatzsuche wird er mit den Händen und Füßen an eine Wand gekettet und kann sich somit kaum bewegen. Derweil beantwortet Kader unterschiedliche Fragen (Sie weiß sogar, wer Deutschlands erster Bundeskanzler war) und muss anschließend kleine Wasserbomben durch die Löcher an der Wand werfen, an der Markus befestigt ist.

Wenn der Ruhepol zum explodierenden Vulkan wird

Das klappt zwar besser, als erwartet, aber nicht gut genug für Markus. Nachdem Kader alle Fragen richtig beantwortet und auch die Löcher trifft, wird Markus immer nervöser und möchte von der Wand befreit werden: "Los, kommt jetzt und macht mich frei! Hallo, ich sehe Sterne, kommt jetzt! Ich sehe Sterne." Und dann greift er auch noch einen RTL-Mitarbeiter an: "Du kriegst eine Anzeige von mir!" Doch, wofür eigentlich? Für die Wasserbomben?

Markus redet sich komplett in Rage und auch Kader bekommt ihr Fett noch einmal weg: "Ich war das wehrlose Opfer einer wildgewordenen Frau – mit einer Wucht, die mich schier zerschmettert hat." Stimmt, Luftballons, die mit stinkendem Wasser gefüllt sind, können doch ziemlich zerschmetternd sein. Gebracht hat die ganze Aufregung am Ende jedoch nichts, denn erneut lagen die Camp-Bewohner bei der Beantwortung der Frage aus der Schatztruhe falsch. Diese Showeinlage von Markus scheinen ihm die Zuschauer ganz schön übel genommen zu haben. Denn er muss das Camp verlassen. In diesem Sinne: Namaste, Markus!