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4.000 Jahre alt: Kopf von Mumie in Hildesheim nachgebaut

Bildhauerin Konstanze Thomas-Zach modelliert am 12. August 2016 in ihrer Werkstatt in Adensen bei Nordstemmen im Landkreis Hildesheim (Niedersachsen) an der Rekonstruktion des Kopfes der Mumie Idu II. Die 4000 Jahre alte Mumie war im Jahr 1914 in einer Grabkammer auf dem Westfriedhof von Gizeh entdeckt worden und gehört heute zur Sammlung des Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum. Das Museum will am 24.01.2017 den fertig bearbeiteten Kopf präsentieren.
Bildhauerin Konstanze Thomas-Zach modelliert am 12. August 2016 in ihrer Werkstatt in Adensen bei Nordstemmen im Landkreis Hildesheim (Niedersachsen) an der Rekonstruktion des Kopfes der Mumie Idu II. Die 4000 Jahre alte Mumie war im Jahr 1914 in einer Grabkammer auf dem Westfriedhof von Gizeh entdeckt worden und gehört heute zur Sammlung des Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum. Das Museum will am 24.01.2017 den fertig bearbeiteten Kopf präsentieren.
Foto: dpa

Hildesheim. Idu II gilt als die am besten erforschte ägyptische Mumie aus dem Alten Reich - und sie bekommt jetzt gewissermaßen ihr Gesicht zurück. Am Dienstag (11.30 Uhr) zeigt das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim eine neue Rekonstruktion des Kopfes der rund 4.000 Jahre alten Mumie.

Freiburger Wissenschaftler erstellten zunächst eine digitale Gesichtsrekonstruktion von Idu II, der um 2200 vor Christus hoher Beamter im Alten Reich in Ägypten war. Auf Grundlage dieser Arbeit entstand in der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim der Kopf aus Modellschaum. Bildhauerin Konstanze Thomas-Zach bemalte ihn.

Der Kopf wurde nach Angaben des Museums mit Hilfe modernster forensischer Methoden zur Gesichtsrekonstruktion hergestellt. Idu II ist die berühmteste Mumie in der Hildesheimer Sammlung. Sie wird seit den 1980er Jahren intensiv erforscht.