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Bericht: Fahndung nach Amri durch LKA verzögert

Fahndungsfotos des Attentäters Anis Amri hängen in einer Polizeidienststelle. Einem Bericht zufolge soll die internationale Fahndung erst spät ausgerufen worden sein. (Archivbild)
Fahndungsfotos des Attentäters Anis Amri hängen in einer Polizeidienststelle. Einem Bericht zufolge soll die internationale Fahndung erst spät ausgerufen worden sein. (Archivbild)
Foto: dpa

Berlin. Das Berliner Landeskriminalamt (LKA) soll die internationale Fahndung nach dem Attentäter Anis Amri laut einem Bericht verzögert haben. Die Ermittler hätten die Fahndung nach ihm erst acht Stunden nach den ersten Hinweisen auf seine Beteiligung am Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin herausgegeben, berichtete "Die Welt" (Mittwoch) unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die Berliner Polizei hätte Amris Geldbörse bereits am Nachmittag nach dem Anschlag gefunden. Die europaweite Fahndung sei jedoch erst in der darauf folgenden Nacht angelaufen, schrieb die Zeitung. Die Berliner Polizei und die Bundesanwaltschaft wollten sich nicht zu dem Bericht äußern.

Amri war am 19. Dezember mit einem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerast und hatte zwölf Menschen getötet und mehr als 50 schwer verletzt. Der Islamist konnte danach über mehrere internationale Grenzen fliehen, bevor er am 23. Dezember bei einem Schusswechsel mit der italienischen Polizei bei Mailand getötet wurde.