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Südkorea wirft Norden Raketentest vor

Ein Mann schaut in Seoul auf einen Fernseher, auf dem ein Archivbild des Nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un zu sehen ist.
Ein Mann schaut in Seoul auf einen Fernseher, auf dem ein Archivbild des Nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un zu sehen ist.
Foto: dpa

Seoul. Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas erneut eine ballistische Rakete getestet und in Richtung Japanisches Meer geschossen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag, 12. Februar, unter Berufung auf den Vereinigten Generalstab des Landes. Das Militär teilte mit, es werde untersucht, ob es sich um eine Mittelstreckenrakete der Art Musudan handele. Diese Geschosse sollen eine Reichweite von 3.000 Kilometern haben.

Drohung Richtung USA

In seiner Neujahrsansprache hatte der nordkoreanische Führer Kim Jong Un gesagt, sein Land sei nahe daran, eine Langstreckenrakete fertigzustellen. Diese Bemerkung war als Drohung Richtung USA angesehen worden, dass Pjöngjang das Wissen erworben habe, mit Raketen auch die USA erreichen zu können. Die Spannungen in der Region hatten sich im vergangenen Jahr nach zwei Atomtests und mehr als 20 Raketentests Nordkoreas deutlich erhöht.

International isoliert

Nordkorea ist wegen seines Atom- und Raketenprogramms international isoliert. Im Februar 2016 hatte das Land eine weitere Weltraumrakete gestartet, um nach eigenen Angaben einen Satelliten in eine Erdumlaufbahn zu bringen. Die Weltgemeinschaft sieht solche Starts als verdeckte Tests einer Langstrecken-Atomrakete, die sogar US-Territorium erreichen könnte.