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Grammy verpennt: Deutsche Opernsängerin verpasst ihren Triumph

Im Bett statt auf dem Siegertreppchen: Opernsängerin Dorothea Röschmann verschläft ihren Grammy.
Im Bett statt auf dem Siegertreppchen: Opernsängerin Dorothea Röschmann verschläft ihren Grammy.
Foto: dpa

Los Angeles/Dresden. Die deutsche Opernsängerin Dorothea Röschmann (49) hat ihren Grammy verschlafen. "Ich bin abends müde ins Bett gegangen und habe nicht mehr weiter darüber nachgedacht", verrät die gebürtige Flensburgerin der Zeitung "Die Welt". "Ich war auf alles gefasst und habe es wohl dem Himmel überlassen."

Sie habe geträumt, dass ihr Kollege Ian Bostridge, der ebenfalls nominiert war, in Los Angeles gewonnen hat. Tatsächlich ausgezeichnet wurden jedoch Röschmann und die Pianistin Mitsuko Uchida für ihre Platte "Schumann & Berg". Das erfuhr sie ausgerechnet vom Preisträger ihres Traumes. "Ich bin aufgewacht, da war es vier Uhr, und fand auf meinem Handy eine Gratulation von Ian an uns beide. Denn jeder von uns hat einen Grammy gewonnen, wie ich dann hellwach im Internet festgestellt habe."

Röschmann und Uchida wurden am Sonntag, dem 12. Februar, mit dem wichtigsten Musikpreis der Welt in der Kategorie bestes klassisches Solo-Album geehrt. "Schumann & Berg" vereint Lieder von Robert Schumann und Alban Berg. Röschmann sang bereits an allen großen Opernbühnen der Welt. Zurzeit probt sie an der Semperoper Dresden für Verdis Oper "Otello", in der sie die Desdemona singt.