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Trotz Fortschritt: Grundwasser durch Überdüngung belastet

Ein Feld wird mit Gülle gedüngt. (Symbolbild)
Ein Feld wird mit Gülle gedüngt. (Symbolbild)
Foto: dpa

Hannover. Angesichts der Überdüngung der Böden haben Niedersachsens Tierhalter die Gesamtmenge der anfallenden Gülle spürbar reduziert. Das ist das Fazit des am Mittwoch, 22. Februar, in Hannover vorgestellten Nährstoffberichts, den die Landwirtschaftskammer im Auftrag des Agrarministeriums erstellt hat.

Die von Rindern, Hühnern, Schweinen oder Schafen produzierte Gülle sank auch dank einer Verringerung des Tierbestands zwischen Juli 2015 und Ende Juni 2016 um eine Million auf 58,7 Millionen Tonnen.

Agrarminister Christian Meyer (Grüne) warnte mit Hinweis auf die verschärften Regelungen der demnächst in Kraft tretenden Düngeverordnung, dass noch immer zu viel Gülle und Gärreste auf den Feldern ausgebracht würden. Für die teils schlechte Qualität und hohe Nitratbelastung des Grundwassers wird vor allem die Überdüngung verantwortlich gemacht.

Nitrat kann im Körper zu Nitrit umgewandelt werden, das im Verdacht steht, indirekt krebserregend zu sein. Den Landwirten fehlten rechnerisch für die produzierte Menge Gülle 20.000 Hektar Land. Dieser Wert hat sich halbiert.