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Sauer wegen Sauen: Schweinehalter frustriert

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Münster/Damme. Auch wenn die Schlachtpreise für Schweine seit dem vergangenen Sommer wieder angezogen haben, schauen die Landwirte mit Verunsicherung in die Zukunft. Vor allem Exporte nach China haben den Schweinepreis zuletzt klettern lassen. Der Heimatmarkt entwickelte sich dagegen schwächer.

Am Dienstag, 28. Februar (14 Uhr), diskutiert die Branche bei der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) in Münster ihre Aussichten. "Wir haben die Top 3 der Schlachthofkonzerne zu einer Podiumsdiskussion eingeladen", sagte Geschäftsführer der ISN mit Sitz im niedersächsischen Damme, Torsten Staack. Zu Wort kommen damit Vertreter der Schlachtkonzerne Tönnies, Vion und Westfleisch.

Sorgen macht den Landwirten unter anderem eine höchstrichterliche Entscheidung, wonach die Sauenhaltung bei den meisten deutschen Ferkelerzeugern gegen das Tierschutzrecht verstößt. Das Oberverwaltungsgericht Magdeburg urteilte jüngst, dass die Kastenstände, in denen trächtige oder säugende Zuchtsauen eingezwängt sind, zu wenig Platz bieten. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte das Urteil im November. "Es sagt ihnen aber keiner, wie die Ställe aussehen müssen, dass sie rechtskonform sind", sagt Staack.