Welt 

Verkehrstote 2016: Weniger und doch zu viele

Ein Kreuz steht am 8. Februar 2017 an einer Landstraße zwischen Pattensen und Hiddestorf in der Region Hannover (Niedersachsen).
Ein Kreuz steht am 8. Februar 2017 an einer Landstraße zwischen Pattensen und Hiddestorf in der Region Hannover (Niedersachsen).
Foto: dpa

Hannover. Obwohl die Zahl der Verkehrstoten rückläufig ist, will Niedersachsen die Hauptunfallursachen weiter gezielt bekämpfen. Aufschluss über das Unfallgeschehen gibt Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag (12.30 Uhr) bei der Vorlage der jährlichen Unfallstatistik. 418 Menschen kamen 2016 auf den Straßen des Landes ums Leben, das waren 39 weniger als im Vorjahr. Die Verletztenzahl sank um gut ein Prozent auf knapp 43.000. Vor fünf Jahren lag die Zahl der Verkehrstoten noch bei 540, vor zehn Jahren noch bei 623. Verbesserte Sicherheitssysteme in den Autos sind nach ADAC-Einschätzung ein Grund für den Rückgang.

Tippen tötet

Einer der wesentlichen Gründe für Unfälle ist Ablenkung, insbesondere durch das Smartphone mit seinen immer vielfältigeren Funktionen. Verkehrswacht und Polizei in Niedersachsen hatten deshalb im vergangenen Jahr die Kampagne "Tippen tötet" erneut aufgelegt. 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in der Verkehrssünderdatei sind fällig, wenn man telefonierend beim Autofahren erwischt wird.

Trotz einer Kampagne des Landes gegen die sogenannten Baumunfälle in sechs besonders betroffenen Landkreisen machten diese Unfälle 2015 in der Statistik noch immer rund die Hälfte aller Crashs auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften aus. Zu den am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmern gehörten bisher junge Erwachsene und Rentner - rund 14 Prozent aller Unfalltoten waren 2015 zwischen 18 und 24 Jahre alt. Bei knapp einem Drittel handelte es sich um Senioren ab 65 Jahre.