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Pariser Ermittler haben Hinweise auf Terror-Plan

Ein französischer Polizist einer Spezialeinheit steht vor dem Flughafen Orly in Paris.
Ein französischer Polizist einer Spezialeinheit steht vor dem Flughafen Orly in Paris.
Foto: dpa
  • Angreifer bedroht Soldatin auf dem Flughafen Orly bei Paris.
  • Soldaten erschießen ihn.
  • Wurde ein schlimmes Terrorattentat verhindert?

Paris. Die Ermittler haben im Fall des erschossenen Angreifers auf dem Pariser Flughafen Orly erste Hinweise auf einen möglichen Terroranschlag.

"Für Allah sterben"

Der 39 Jahre alte Mann habe bei seiner Attacke auf Soldaten gerufen: "Ich bin da, um für Allah zu sterben". Das berichtete Antiterror-Staatsanwalt François Molins am Samstag, 18. März, in Paris bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz.

Molins sagte, es sei gerechtfertigt, dass die Anti-Terroranwaltschaft die Ermittlungen übernommen habe. Der Angreifer mit einem langem Vorstrafenregister habe Soldaten angegriffen, die im Anti-Terroreinsatz gewesen seien. Außerdem habe es schon zu einem früheren Zeitpunkt Hinweise auf eine Radikalisierung gegeben.

Soldaten schießen

Der Mann wollte einer im Flughafen patrouillierenden Soldatin ihr Gewehr entreißen. Er war dann von Soldaten erschossen worden.

Vor der Attacke im Terminal Süd des Flughafens südlich von Paris hatte der Mann bereits bei einer Polizeikontrolle in einem Vorort der Hauptstadt das Feuer eröffnet und einen Polizisten verletzt. Der Angreifer sei der Polizei und den Nachrichtendiensten bekannt gewesen, hatte Innenminister Bruno Le Roux gesagt.

Angst kehrt zurück

Frankreich war in den vergangenen Jahren Schauplatz einer beispiellosen Terrorserie, die mehr als 230 Tote forderte. Erst vor einigen Wochen war nahe dem Pariser Louvre-Museum ein Mann niedergeschossen worden, der sich mit zwei Macheten auf eine Militärpatrouille gestürzt hatte. Wegen der Terrorgefahr patrouillieren Soldaten an Flughäfen, Bahnhöfen und anderen gefährdeten Orten.