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SPD-Machtwechsel: Hier kommt der Martin

Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel (rechts) und Martin Schulz (SPD).
Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel (rechts) und Martin Schulz (SPD).
Foto: dpa

Berlin. Ende der Ära Gabriel: An diesem Sonntag, 19. März, wählt die SPD bei einem Sonderparteitag in Berlin Martin Schulz zu ihrem neuen Vorsitzenden. Sigmar Gabriel stand siebeneinhalb Jahre an der Spitze der ältesten deutschen Partei. Ende Januar verzichtete der heutige Außenminister auf Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz zugunsten des populären früheren EU-Parlamentspräsidenten Schulz. Seitdem hat die SPD in den Umfragen stark zugelegt und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Union.

Neue Inhalte?

Zum Parteitag werden rund 3.500 Gäste erwartet, darunter 500 Journalisten. Mit Spannung wird erwartet, ob Schulz sechs Monate vor der Bundestagswahl inhaltlich neue Positionen der SPD festlegt.

Bislang hat er sich lediglich mit der Forderung aus der Deckung gewagt, bei einem Wahlsieg gewisse "Fehler" bei den Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 zu korrigieren. So will Schulz länger Arbeitslosengeld I auszahlen lassen, wenn sich Betroffene weiterbilden.

Erst am vergangenen Mittwoch waren Schulz und Gabriel in Wolfenbüttel zu Gast.

Wahl im Saarland

Die Sozialdemokraten hoffen, dass der Rummel um Schulz sich bei der Landtagswahl im Saarland am übernächsten Sonntag (26. März) in Stimmen auszahlt. Dort regiert seit 18 Jahren die CDU. Ein rot-rotes Bündnis von SPD und Linkspartei an der Saar liegt Umfragen zufolge im Bereich des Möglichen.