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Getötete Polizisten: So hilft Schmeling Hinterbliebenen

Müllrose. Die Unterschrift des ehemaligen Schwergewichts-Weltmeisters Max Schmeling (1905-2005) auf einem Paar Boxhandschuhe soll den Hinterbliebenen von zwei getöteten Polizisten helfen. Die Beamten aus Brandenburg, beide Väter, wurden vor einem Monat von einem Mordverdächtigen überfahren und tödlich verletzt. Die Polizisten hatten den Mann mit einer Straßensperre stoppen wollen, der an dem Tag seine Großmutter umgebracht hatte.

Kriminalkommissar Lutz Boltz aus Müllrose, ein Kollege der Opfer, hat zugunsten der Hinterbliebenen nun eine Spendenaktion gestartet. Boltz gibt Boxhandschuhe ab, die Schmeling einst signiert hat. Wer für den Polizeihilfeverein "Grüner Stern" spendet, nimmt an der Verlosung der Sammlerstücke teil. "Ich konnte nach den Vorfällen tagelang nicht schlafen, weil mich das sehr mitgenommen hat", sagte Boltz. Um zu helfen, wolle er seinen wertvollsten Besitz hergeben.

Unterstützt wird der Kriminalist von Ex-Boxer Axel Schulz (48). "Mich hat das mit den toten Polizisten sehr getroffen. Daher war es für mich klar, dass ich für Lutz die Werbetrommel rühre", betonte Schulz. Beide kennen sich seit 30 Jahren, sind befreundet und haben jetzt für die Aktion die Webseite www.boxspende.de geschaltet.

Die Echtheit der Schmeling-Signets kann Boltz mit einem persönlichen Brief der Boxlegende nachweisen. Der Polizist hatte vor mehr als 20 Jahren den Boxstar angeschrieben und um das Signieren von zwei Paar gebeten. Ein Paar war für ein Boxsportmuseum bestimmt. Das zweite hat der Box-Enthusiast für seine Sammlung behalten - bis jetzt.