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Nach Anschlägen: Ausnahmezustand in Ägypten

Menschen betrachten am 9. April 2017 nach einer Explosion durcheinander geworfene Bänke in der Kirche St. Georg in Tanta (Ägypten). Bei einem der tödlichsten Anschläge auf die christliche Minderheit Ägyptens in den vergangenen Jahren sind mindestens 41 Menschen getötet worden.
Menschen betrachten am 9. April 2017 nach einer Explosion durcheinander geworfene Bänke in der Kirche St. Georg in Tanta (Ägypten). Bei einem der tödlichsten Anschläge auf die christliche Minderheit Ägyptens in den vergangenen Jahren sind mindestens 41 Menschen getötet worden.

Kairo. Nach den verheerenden Anschlägen in Ägypten hat Präsident Abdel Fattah al-Sisi am Sonntag für die nächsten drei Monate den Ausnahmezustand ausgerufen. In einer Fernsehansprache am Abend erklärte Al-Sisi: "Die Auseinandersetzung mit den Terroristen wird lang und schmerzhaft sei." Er warf anderen Ländern vor, den Terrorismus in Ägypten zu unterstützen - nannte aber kein bestimmtes Land.

Zuvor hatte der Präsident bereits der Armee befohlen, wichtige Gebäude des Landes zu schützen. Damit solle die Polizei unterstützt werden, berichtete das staatliche Fernsehen. Das Militär spielt in Ägypten eine sehr wichtige Rolle und und war bereits vor den Anschlägen vom Sonntag allgegenwärtig in der Öffentlichkeit.

Bei Anschlägen auf christlich-koptische Kirchen in den nordägyptischen Städten Tanta und Alexandria waren am Sonntag mehr als 40 Menschen getötet und etwa 120 verletzt worden.