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Beslan-Massaker: Wie schuldig ist Russland?

Im Jahr 2004 nahm der Horror in Belsan seinen Lauf. (Archivbild)
Im Jahr 2004 nahm der Horror in Belsan seinen Lauf. (Archivbild)
Foto: dpa

Straßburg. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entscheidet am Donnerstag, 13. April, in Straßburg über Opferklagen nach dem blutigen Geiseldrama im russischen Beslan. Bei dem Terrorangriff 2004 auf eine Schule starben mehr als 330 Menschen, unter ihnen mehr als 180 Kinder. Mehrere Hundert Personen wurden verletzt.

Schwer bewaffnete Islamisten aus dem Konfliktgebiet Nordkaukasus nahmen damals mehr als 1.100 Geiseln. Die Lage eskalierte mit mehreren Explosionen und einem stundenlangen Feuergefecht.

Die Kläger halten das Krisenmanagement der russischen Einsatzkräfte für katastrophal. Die Verhandlungen mit den Geiselnehmern seien schlecht geführt und zahlreiche Todesfälle durch übertriebene Gewalt der Einsatzkräfte verursacht worden. (Beschwerde-Nr. 26562/07 u.a.)