Welt 

BVB-Bomben: Erhebliche Zweifel und neue Spur

Polizisten sichern den Tatort nach dem Anschlag auf den BVB-Bus ab. (Archivbild)
Polizisten sichern den Tatort nach dem Anschlag auf den BVB-Bus ab. (Archivbild)
Foto: dpa

Dortmund. Nach dem Anschlag auf den Bus von Borussia Dortmund glauben die Ermittler offenbar nicht, dass die vor Ort gefundenen Bekennerschreiben authentisch sind. Wie "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR am Freitag, 14. April, berichten, gibt es nach der islamwissenschaftlichen Untersuchung "erhebliche Zweifel", dass radikale Islamisten den Text geschrieben haben.

Fehler eingebaut

Vielmehr gehen die Ermittler demnach davon aus, dass die Verfasser sie gezielt auf eine falsche Fährte locken wollten. Dem Bericht zufolge glauben die zuständigen Sicherheitsexperten, dass ein Deutscher den Text geschrieben und dabei womöglich extra Fehler eingebaut hat, damit das Ganze klingt wie von einem Ausländer verfasst.

Spur nach Leipzig?

Der "Focus" geht noch weiter. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins soll eine neue Spur nach Sachsen führen. Demnach könnte der Anschlag von gewaltbereiten Fans des Bundesligaclubs RB Leipzig verübt worden sein – als "Rache" für die Attacken Dortmunder Anhänger im Spiel gegen Leipzig im Februar.

"Buntes Blut"

Auch eine Spur ins rechtsextreme Milieu nehmen die Ermittler ernst. Bei dem Berliner "Tagesspiegel" ging am Donnerstagabend eine angebliche Bekennermail ein. Darin bezieht sich der Verfasser der Zeitung zufolge auf Adolf Hitler und hetzt gegen Multikulti. Am 22. April werde in Köln "buntes Blut fließen", heißt es. Möglicherweise zielt das auf eine der Veranstaltungen, die gegen den Bundesparteitag in Köln protestieren wollen.