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Medien: Berlin-Attentäter bekam Befehl von IS-Spitze

Der Lkw, den Anis Amri am 19. Dezember vergangenen als Tatwaffe benutzt hatte.
Der Lkw, den Anis Amri am 19. Dezember vergangenen als Tatwaffe benutzt hatte.
Foto: dpa

Berlin. Der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, hat laut einem Medienbericht in direktem Kontakt zur Spitze der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gestanden. Dies geht nach "Spiegel"-Recherchen aus einem Hinweis aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an deutsche Sicherheitsbehörden vom 8. Januar hervor. Demnach soll der Tunesier Amri seinen Einsatzbefehl von einem Extremisten mit dem Kampfnamen Abu Baraa al-Iraqi in der IS-Organisation für "Externe Operationen" erhalten haben.

Amri hatte am 19. Dezember einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert und zwölf Menschen getötet. Wenige Tage später wurde er auf der Flucht von italienischen Polizisten erschossen.

Der Generalbundesanwalt (GBA) und das Bundeskriminalamt prüfen dem Bericht zufolge den Hinweis. Der Name des IS-Manns sei den Behörden hierzulande aus anderen Verfahren gegen als Flüchtlinge getarnte, mutmaßliche IS-Terroristen bekannt, meldete das Magazin. Die Deutschen schätzten die Quelle aus dem Sicherheitsapparat der Emirate als zuverlässig ein.