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Nordkorea startet Rakete - Wie reagieren die USA?

Militärparade zum 105. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung am Samstag in Pjöngjang. Einen Tag später gab's dann den gescheiterten Raketentest.
Militärparade zum 105. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung am Samstag in Pjöngjang. Einen Tag später gab's dann den gescheiterten Raketentest.
Foto: dpa

Pjöngjang/Washington. Mit einem neuen Raketentest hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un die USA herausgefordert. Trotz aller Warnungen startete das nordkoreanische Militär am Sonntag einen Flugkörper von der Ostküste des Landes nahe der Hafenstadt Sinpo. Nach Angaben des südkoreanischen und amerikanischen Militärs scheiterte der Raketentest allerdings kurz nach dem Start.

Der Flugkörper "explodierte fast sofort", wie das US-Pazifikkommando berichtete. Man habe "etwas aufgespürt und verfolgt, was nach unserer Einschätzung ein nordkoreanischer Raketenstart" gewesen sei, teilte das US-Pazifikkommando mit. Um welche Art von Rakete es sich gehandelt habe, werde noch geprüft.

Was macht Trump?

Die neue Provokation überschattet den Besuch von US-Vizepräsident Mike Pence, der an diesem Sonntag in Seoul erwartet wird. Pence wollte vor dem Hintergrund der verschärften Spannungen um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm die Solidarität der USA mit dem südkoreanischen Verbündeten bekunden.

Pence wurde nach Infomationen des US-Senders CNN kurz nach einem Zwischenstopp in Alaska über den Raketentest informiert und hatte auch direkten Kontakt mit Präsident Donald Trump.

US-Verteidigungsminister James Mattis teilte wenige Stunden nach dem Vorfall mit: "Der Präsident und sein Militärstab wissen über den jüngsten missglückten Raketenstart Nordkoreas Bescheid. Der Präsident hat dem nichts hinzuzufügen."

Trump hatte betont, dass alle Optionen auf dem Tisch lägen und die USA notfalls auch im Alleingang gegen Nordkorea vorgehen würde. Ein Regierungsvertreter, der nicht namentlich zitiert werden wollte, hatte dazu in Washington ausgeführt, die USA hätten bereits mehrere militärische Möglichkeiten überprüft. Die USA seien dazu auch im Austausch mit ihren Verbündeten.