Welt 

US-Vize droht Nordkorea: "Geduld ist zu Ende"

US-Vizepräsident Mike Pence mit dem Vier-Sterne-General  Vincent Brooks an der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea.
US-Vizepräsident Mike Pence mit dem Vier-Sterne-General Vincent Brooks an der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea.
Foto: dpa

Seoul/Pjöngjang. US-Vizepräsident Mike Pence hat Nordkorea im Streit um dessen Raketen- und Atomprogramm vor einem Angriff gewarnt. Nordkorea tue gut daran, die Entschlossenheit von US-Präsident Donald Trump oder die Stärke der US-Streitkräfte nicht zu testen, sagte Pence am Montag nach einem Treffen mit Südkoreas kommissarischem Präsidenten Hwang Kyo Ahn in Seoul.

Zwar versuche sein Land, das Problem friedlich zu lösen, versicherte der Vizepräsident. Aber: Die USA und ihre Alliierten würden jeden Angriff unter Einsatz "konventioneller oder atomarer Waffen mit einer überwältigenden und effektiven Antwort" zurückschlagen. Die "Ära strategischer Geduld" mit Nordkorea sei zu Ende.

Kurz vor der Ankunft von Pence in Südkorea am Sonntag hatte Nordkorea erneut eine Rakete abgefeuert. Nach Angaben des US-Militärs scheiterte der Raketentest allerdings.

Starke Militärpräsenz

Der US-Vizepräsident will während seines Seoul-Besuchs vor dem Hintergrund der verschärften Spannungen um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm die Solidarität der USA mit dem südkoreanischen Verbündeten bekunden. Am Montagmorgen besuchte er einen US-Militärstützpunkt an der entmilitarisierten Zone im Grenzgebiet zu Nordkorea; die USA haben fast 30.000 Soldaten in Südkorea stationiert.

Weitere Stationen seiner ersten offiziellen Reise in die Asien-Pazifik-Region werden vom Dienstag an Japan, Indonesien und Australien sein.