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Geldautomaten-Gebühr lässt Verbraucherschützer klagen

Die Zinsflaute setzt Banken und Sparkassen zunehmend unter Druck. (Symbolbild)
Die Zinsflaute setzt Banken und Sparkassen zunehmend unter Druck. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Zinsflaute: Banken drehen an Gebührenschraube.
  • Manche verlangen Geld fürs Abheben am Automaten.
  • Das sorgt für Ärger.

Frankfurt/Main. Verbraucherschützer ziehen gegen Kreditinstitute wegen Gebühren fürs Geldabheben am Automaten vor Gericht. "Wir haben klare Belege, dass drei Institute ihre Kunden vorher nicht ausreichend über die Preisänderung informiert haben", sagte Finanzmarktwächter Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen der Deutschen Presse-Agentur. "Ein Verfahren gegen eine Berliner Genossenschaftsbank läuft bereits vor dem Landgericht Halle."

Zwei Monate vorher

Görner zufolge müssen Banken und Sparkassen ihre Kunden zwei Monate vor geplanten Preisänderungen informieren und sie auf ihr Kündigungsrecht aufmerksam machen. "Bei den drei Instituten fehlte der korrekte Verweis auf das fristlose und kostenfreie Kündigungsrecht." Bei einem weiteren Geldhaus gebe es entsprechende Hinweise.

Höhe unterschiedlich

Nach Recherchen des Finanzportals Biallo verlangen rund 40 Sparkassen und ersten Ergebnissen zufolge ungefähr 150 Volksbanken von einem Teil ihrer Kunden - je nach Kontomodell - Gebühren fürs Abheben von Bargeld. Die Höhe ist sehr unterschiedlich. Manche gewähren ihren Kunden im Monat bis zu fünf kostenlose Abhebungen. Andere kassieren gleich beim ersten Mal. Einige Institute haben allerdings schon seit Jahren Kontomodelle, bei denen Barabhebungen Geld kosten.

Die Zinsflaute setzt Banken und Sparkassen zunehmend unter Druck. Viele Geldhäuser drehen daher an der Gebührenschraube.