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Boko Haram lässt 82 entführte Schülerinnen frei

Ein Foto vom 12. Mai 2014 von einer Szene aus einem Video, das von nigerianische Islamisten verbreitet wurde, soll entführte Mädchen aus Chibok, Nigeria, zeigen.
Ein Foto vom 12. Mai 2014 von einer Szene aus einem Video, das von nigerianische Islamisten verbreitet wurde, soll entführte Mädchen aus Chibok, Nigeria, zeigen.
Foto: dpa

Abuja.  Gut drei Jahre nach ihrer Entführung aus einer Schule im nigerianischen Chibok sind 82 Mädchen von der islamistischen Terrormiliz Boko Haram freigelassen worden.

Das Büro von Präsident Muhammadu Buhari bestätigte in der Nacht zum Sonntag, 7. Mai, auf Twitter entsprechende Medienberichte: "Nach langwierigen Verhandlungen haben unsere Sicherheitsdienste diese Mädchen zurückgeholt, im Austausch für einige von den Behörden festgehaltene Boko-Haram-Verdächtige." Die freigelassenen Mädchen sollen demnach an diesem Sonntag in die Hauptstadt Abuja gebracht und von Buhari empfangen werden.

Im April 2014 hatte Boko Haram 276 überwiegend christliche Schülerinnen aus Chibok im instabilen Nordosten des Landes verschleppt. Etwa 50 von ihnen gelang kurz danach im Wirrwarr der Entführung die Flucht. Die Entführung der Schülerinnen sorgte international für Entsetzen. Im Internet entwickelte sich rasch eine Solidaritätskampagne für die Freilassung der Mädchen.

Viele Prominente, darunter die damalige US-First-Lady Michelle Obama, unterstützten die Kampagne "Bring Back Our Girls" (BBOG, Bringt unsere Mädchen zurück).

Zwischendurch konnten einige der verschleppten Mädchen vom Militär befreit oder durch Verhandlungen in Sicherheit gebracht werden. Nach dem jüngsten Gefangenenaustausch ist weiter unklar, wieviele Schülerinnen sich noch in der Gewalt von Boko Haram befinden.