Welt 

Bundesweiter Anti-Terror-Einsatz: Wohnungen durchsucht

Bei Durchsuchungen wegen Terrorverdachts stehen Polizeiautos in einer Einfahrt in Leipzig.
Bei Durchsuchungen wegen Terrorverdachts stehen Polizeiautos in einer Einfahrt in Leipzig.
Foto: dpa

Leipzig/Magdeburg/Karlsruhe. In Sachsen-Anhalt hat es erneut einen Einsatz wegen Ermittlungen gegen mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat gegeben. Beamte des Landeskriminalamts (LKA) durchsuchten am Mittwochmorgen, 10. Mai, zwei Wohnungen im Süden und im Osten des Bundeslandes, wie ein LKA-Sprecher in Magdeburg sagte. Es handele sich um Objekte, in denen sich ein mutmaßlicher Unterstützer der Terrormiliz zwischenzeitlich aufgehalten haben soll.

Das LKA war im Auftrag der Bundesanwaltschaft im Einsatz. In diesem Zusammenhang wurden auch Wohnungen in Bayern, Berlin und Sachsen durchsucht. So gab es in Leipzig nach Polizeiangaben Einsätze in drei Objekten. Es gehe um drei namentlich bekannte Beschuldigte, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Bei zwei von ihnen werde wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ermittelt, gegen den dritten Mann wegen Unterstützung. Festnahmen gab es dort nicht.

Erst am Dienstag hatten LKA-Beamte in Magdeburg auf Geheiß der Bundesanwaltschaft einen 30 Jahre alten Syrer festgenommen, der sich 2013 dem IS angeschlossen haben soll. Er soll laut Behörde an der Eroberung von Gasquellen und der syrischen Stadt Tabka beteiligt gewesen sein. Dabei soll er einem Scharfschützen des syrischen Regimes die Kehle durchgeschnitten haben.

Der Verdächtige hatte sich in seiner Wohnung widerstandslos festnehmen lassen. Einen Zusammenhang zwischen den jetzigen Durchsuchungen und der Festnahme am Vortag gibt es nach Angaben des LKA-Sprechers nicht.