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Erpresser-Virus: Jetzt auch die Bahn betroffen

Ein Regionalzug der Deutschen Bahn am Braunschweiger Hauptbahnhof.
Ein Regionalzug der Deutschen Bahn am Braunschweiger Hauptbahnhof.
Foto: Siegfried Denzel

Berlin. Die weltweite Welle von Cyber-Attacken hat auch die Deutsche Bahn getroffen. Wie die Bahn mitteilte, gebe es wegen "eines Trojanerangriffs im Bereich der DB Netz AG" Systemausfälle in verschiedenen Bereichen. "Der Bahnbetrieb ist durch den Trojaner nicht beeinträchtigt. Es gibt keine Einschränkungen im Fern- und Nahverkehr", heißt es in einer am frühem Samstagmorgen verbreiteten Mitteilung.

An den Bahnhöfen gebe es derzeit noch technische Störungen an den digitalen Anzeigentafeln‎. Zuvor waren auf Twitter Fotos aus verschiedenen Bahnhöfen aufgetaucht, auf denen Anzeigentafeln der Bahn mit Fehlermeldungen zu sehen waren. Die Bahn arbeite mit Hochdruck daran, die Störung zu beheben, doch sei bis zum Nachmittag mit Beeinträchtigungen zu rechnen.

Seit Freitag waren weltweit Zehntausende Computer von einer großangelegten Attacke mit sogenannten Erpressungstrojanern betroffen. Die Schadsoftware verschlüsselt die Rechner und fordert Lösegeld, um sie wieder freizugeben. Insgesamt sollen Netzwerke in beinahe 100 Ländern betroffen sein.