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May bestätigt: Anschlag war Terrorangriff

Die britische Premierministerin Theresa May gibt am 23. Mai 2017 in der Downing Street in London (Großbritannien) eine Pressekonferenz. Bei einem Anschlag auf ein Konzert der Sängerin A. Grande in der Manchester Arena sind laut Polizeiangaben mindestens 23 Menschen getötet und 59 verletzt worden.
Die britische Premierministerin Theresa May gibt am 23. Mai 2017 in der Downing Street in London (Großbritannien) eine Pressekonferenz. Bei einem Anschlag auf ein Konzert der Sängerin A. Grande in der Manchester Arena sind laut Polizeiangaben mindestens 23 Menschen getötet und 59 verletzt worden.
Foto: dpa

London/Manchester. Der Anschlag bei einem Popkonzert im nordenglischen Manchester war nach den Worten der britischen Premierministerin Theresa May einer der schlimmsten terroristischen Angriffe auf das Land. "Es gibt jetzt keinen Zweifel daran, dass die Bevölkerung Manchesters und dieses Landes Opfer eines eiskalten terroristischen Angriffs geworden ist", sagte May am Dienstag, 23. Mai, in London vor ihrem Dienstsitz Downing Street No. 10 nach einer Krisensitzung ihres Sicherheitskabinetts.

Bei dem Selbstmordanschlag eines Mannes am späten Montagabend, 22. Mai, in Manchester wurden mindestens 22 Menschen getötet. 59 weitere wurden bei der Explosion am Ende eines Popkonzerts des Teenie-Idols Ariana Grande verletzt. Dass unter den Opfern auch Kinder und Jugendliche sind, sorgt weltweit für besondere Bestürzung und Entsetzen.

Angriff mit "kalter Berechnung"

May sagte, die Polizei kenne wahrscheinlich die Identität des Täters, wolle aber noch keine Details nennen. Zudem werde noch ermittelt, ob er ganz allein handelte oder als Teil eines Netzwerks. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte der Mann einen selbstgebastelten Sprengsatz gezündet. Er starb demnach bei der Explosion.

Die Regierungschefin sprach von einem Angriff, der mit "kalter Berechnung" auf die jüngsten Menschen des Landes gezielt habe. Dieser sei besonders widerwärtig und feige, da er auf viele unschuldige, wehrlose Kinder und Jugendliche abgezielt habe. May bekräftigte, "unsere Werte, unser Lebensstil werden immer gewinnen". Die Ideologie, die zu solcher Gewalt führe, müsse bekämpft werden. Sie sage den Tätern und Terroristen, dass sie nicht gewinnen werden, betonte die Regierungschefin weiter und warnte zugleich: "Wir haben immer noch eine hohe Bedrohungslage." Angriffe seien weiter sehr wahrscheinlich.

Wahlkampf unterbrochen

May sagte, vor Großbritannien lägen nun schwierige Tage. Das ganze Land halte zu den Menschen in Manchester und gedenke der Toten und Verletzten. Sie kündigte für den Nachmittag eine weitere Krisensitzung ihres Kabinetts mit Sicherheitsberatern an. Viele der 59 Verletzten in Manchester sind May zufolge schwer verletzt und schweben teils noch in Lebensgefahr, darunter Kinder und Jugendliche. Alle Behörden erhielten Unterstützung, um Licht ins Dunkel bringen zu können.

Anfang Juni wird in Großbritannien ein neues Parlament gewählt. Der Wahlkampf ist inzwischen unterbrochen worden. Das Attentat ist der schwerste Terroranschlag in Großbritannien seit den Anschlägen in London im Jahr 2005.