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Super-Schule von Hameln: Schulpreis nach Niedersachsen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Gisela Grimme (r), die Leiterin der erstplatzierten Elisabeth-Selbert-Schule Hameln (Niedersachsen), unterhalten sich am 29.05.2017 in Berlin während der Verleihung des Deutschen Schulpreises.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Gisela Grimme (r), die Leiterin der erstplatzierten Elisabeth-Selbert-Schule Hameln (Niedersachsen), unterhalten sich am 29.05.2017 in Berlin während der Verleihung des Deutschen Schulpreises.
Foto: dpa

Hameln. Für ihre vorbildlichen Unterrichtskonzepte und Ausbildungserfolge hat die Elisabeth-Selbert-Berufsschule in Hameln den Deutschen Schulpreis 2017 erhalten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) überreichte am Montag bei einer Festveranstaltung in Berlin "voller Respekt" die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung für "die beste Schule Deutschlands".

Merkel sicherte mehr Engagement des Bundes in der Bildungspolitik zu, die wegen des sogenannten Kooperationsverbotes weitgehend Ländersache ist - etwa beim Schulneubau, bei der Breitband-Anbindung für das digitale Lernen sowie bei Aus- und Weiterbildung von Lehrern. Sie dankte den Lehrerkollegien außerdem für ihre Bemühungen, Eltern für mehr Engagement in Bildungsfragen zu gewinnen, denn: "Schule kann nicht mit dem sechsten Lebensjahr bei Kindern alles kompensieren, was bis dahin nicht geschafft wurde."

Hintergrund: Der mit insgesamt 265.000 Euro dotierte Schulpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen dieser Art in Deutschland. An der berufsbildenden Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln werden knapp 2.000 Schüler aus 34 Nationen in Fächern wie Agrarwirtschaft, Gesundheit und Pflege oder Sozialpädagogik unterrichtet. Ein Beratungsteam aus Lehrern, einer Pastorin und einem Sozialarbeiter bietet auch außerhalb des Unterrichts Hilfestellung, egal ob für minderjährige Mütter oder für Geflüchtete. "Durch das dichte Geflecht aus passgenauer pädagogischer Förderung und Fürsorge erzielen die Schüler hier Erfolge, die an anderen Schulen kaum jemand für möglich hielt", hieß es von der Jury des Deutschen Schulpreises 2017.