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Tritte und Schläge: "Reichsbürger" wehrt sich gegen Polizisten

Bad Bentheim. Im Oldenburger Hauptbahnhof ist am Dienstag, 30. Mai, ein gesuchter mutmaßlicher "Reichsbürger" festgenommen worden - zunächst wehrte er sich immens gegen die Polizisten.

Laut Polizeiangaben hatte der 23-Jährige vermutlich bewusst die Aufmerksamkeit der Bundespolizei erweckt. Er missachtete mehrmals die Hausordnung des Bahnhofs - vor den Augen der Beamten. Ein sachliches Gespräch war daraufhin nicht möglich - der Mann machte verwirrte Aussagen und verweigerte Angaben zu seiner Person. Stattdessen erklärte er wiederholt, er würde den Staat in seiner derzeitigen Form nicht anerkennen.

Tritte und Schläge

Als der "Reichsbürger" dann auf eine Dienststelle mitgenommen werden sollte, wehrte er sich massiv mit Tritten und Schlägen - die Polizisten konnten ihn überwältigen und fesseln - verletzt wurde niemand. Bei der folgenden Untersuchung seines Rucksacks fanden die Beamten insgesamt etwa zehn Gramm Marihuana.

Zusätzlich bestand gegen den Mann ein Haftbefehl, weil er sich geweigert hatte, ein Bußgeld für eine Ordnungswidrigkeit zu zahlen - als er die Zahlung verweigerte wurde eine zweitägige Erzwingungshaft angeordnet. Nach einer Blutentnahme wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Den 23-Jährigen erwartet nun ein Verfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.