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Trotz Fan-Attacken: de Maizière weiter für Relegation

Nach dem Abpfiff des Relegationsspiels zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg (0:1) haben wütende Eintracht-Fans den Platz gestürmt; sie mussten von der Polizei davon abgehalten werden, auf die VfL-Spieler loszugehen.
Nach dem Abpfiff des Relegationsspiels zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg (0:1) haben wütende Eintracht-Fans den Platz gestürmt; sie mussten von der Polizei davon abgehalten werden, auf die VfL-Spieler loszugehen.
Foto: dpa

Berlin/Braunschweig/München. Eine Abschaffung der Relegation ist für Innenminister Lothar de Maizière trotz der jüngsten Gewaltausbrüche nach den Spielen zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg am Montag sowie zwischen dem TSV 1860 München und Jahn Regensburg am Dienstag keine Option. "Gewalt durch angebliche Fußballfans ist in jeder Hinsicht inakzeptabel. Ich habe Zweifel, dass eine Änderung der sportlichen Abläufe und Regeln eine Lösung ist", sagte der CDU-Politiker in einem "Kicker"-Interview.

Gewalt müsse die Justiz konsequent und kompromisslos entgegentreten, forderte der Minister. "Wer Ordner und Polizisten attackiert, ist in Wahrheit kein Fußballfan und gehört nicht ins Stadion, sondern hinter Schloss und Riegel", betonte de Maizière. "Ich hoffe in allen diesen Fällen auf eine schnelle und harte Reaktion der Justiz, damit alle wissen, was ihnen droht, wenn man sich so verhält."

"Fußball muss aufpassen"

Nach Meinung von Jupp Heynckes ist Gewalt ein gesellschaftliches Problem und nur im Konsens zu lösen. "Um diese Eskalation zu stoppen, muss ein runder Tisch geschaffen werden", sagte der frühere Profi und Trainer dem "Kicker". Heynckes warnte: "Der Fußball gerät aus den Fugen, der Fußball muss aufpassen."