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IS-Terror: Bundesanwaltschaft lässt Mann festnehmen

Ein vermummter Polizeibeamter auf dem Gelände der Bundesanwaltschaft (Archivbild).
Ein vermummter Polizeibeamter auf dem Gelände der Bundesanwaltschaft (Archivbild).
Foto: dpa

Die Bundesanwaltschaft hat einen 23 Jahre alten Mann festnehmen lassen, der Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sein soll. Der Zugriff erfolgte am Mittwoch in Ostwestfalen durch das Bundeskriminalamt. Grundlage war ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 24. Mai, wie die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. Außerdem sei die Wohnung des Mannes durchsucht worden.

Er soll als Kontaktperson zu möglichen IS-Attentätern fungiert haben. Spätestens seit Mitte September habe er über soziale Medien in Kontakt mit einer Person gestanden, die am 11. Oktober 2016 in Schweden einen Brandanschlag auf ein schiitisches Gemeindezentrum verübt haben soll; der IS wird von Sunniten dominiert, die Schiiten als Abtrünnige ansehen.

Außerdem soll der 23-Jährige im Internet in verschiedenen Chatgruppen Propaganda für den IS betrieben haben. Der Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.