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Fotografierverbot im Freibad: So sieht's in Braunschweig aus

In hiesigen Freibädern wird immer häufiger auf die weitgehend bestehenden Fotografierverbote geachtet.
In hiesigen Freibädern wird immer häufiger auf die weitgehend bestehenden Fotografierverbote geachtet.
Foto: dpa

Hannover. In Niedersachsens Freibädern wird immer häufiger auf die weitgehend bestehenden Fotografierverbote geachtet. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Hier ein Selfie mit den Freunden, dort ein Foto von den ersten Schwimmzügen der Tochter: Viele Schwimmbadgäste halten ihren Badespaß gerne fotografisch fest. In Zeiten von Smartphones und sozialen Netzwerken kann öffentliches Fotografieren in Schwimmbädern aber auch zum Ärgernis werden, etwa, weil sich andere Gäste ausspioniert oder belästigt fühlen. In vielen Bädern in Niedersachsen gibt es längst Verbote, etwa in Stade, im Kreis Osnabrück oder in Hannover. Andernorts geht man gelassener damit um - in Wilhelmshaven beispielsweise ist Fotografieren im Freibad erlaubt.

Linse dicht machen?

Eine mögliche Maßnahme gegen das Fotografieren sind kleine Aufkleber, die auf die Kameralinse der Besucher geklebt und beim Eintritt verteilt werden. In Braunschweig hält man davon aber nichts: "Das ist ein viel zu hoher Aufwand für die Bäder. Darüber hinaus werden solche Aufkleber von anderen Gästen häufig nicht direkt erkannt - mit dem Resultat, dass trotzdem mit zahlreichen Beschwerden zu rechnen wäre", erklärt Fabian Neubert, Marketingleiter der Bäder Braunschweig. Viele Bäder in Niedersachsen haben sich bewusst gegen die Aufkleber entschieden.

"Sobald wir irgendwo ein fotografierendes Handy sehen, sprechen wir den Gast darauf an", sagt Matthias Corde, Schwimmmeister im Erlebnisbad Dransfeld (Landkreis Göttingen). Die meisten Besucher reagierten verständnisvoll. Die, die nicht auf Anhieb reagierten, trollten sich spätestens dann, wenn man ihnen erkläre, dass sie ihr eigenes Kind auch nicht halbnackt im Internet sehen wollen.