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Weltflüchtlingstag: Gabriel fordert mehr Hilfe

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (M, SPD) besuchte am 1. Mai 2017 in Baidoa in Somalia das Flüchtlingslager Hilac. Dort suchen Flüchtlinge vor der Dürre und vor der Al-Shabaab-Miliz Schutz.
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (M, SPD) besuchte am 1. Mai 2017 in Baidoa in Somalia das Flüchtlingslager Hilac. Dort suchen Flüchtlinge vor der Dürre und vor der Al-Shabaab-Miliz Schutz.
Foto: dpa

Berlin. Außenmister Sigmar Gabriel hat mehr internationale Unterstützung bei der Bewältigung der weltweiten Flüchtlingsnot gefordert. "Deutschland kann diese Herausforderungen nicht alleine meistern", sagte der SPD-Politiker anlässlich des Weltflüchtlingstags an diesem Dienstag in einer in Berlin verbreiteten Erklärung. "Wir brauchen gemeinsame internationale Anstrengungen und eine gerechtere Verantwortungsteilung, um das Leid von Flüchtlingen in aller Welt zu lindern und langanhaltende Flüchtlingskrisen gar nicht erst entstehen zu lassen."

Im Vordergrund der deutschen Bemühungen stehe es, den notwendigen Schutz der Flüchtlinge vor Ort zu gewährleisten, etwa in Syrien und den betroffenen Nachbarländern. Unter anderem verwies Gabriel darauf, dass nach seinen Angaben in den letzten fünf Jahren das Budget für die humanitäre Hilfe der Bundesregierung im Ausland mehr als verzehnfacht wurde. Damit sei Deutschland einer der größten humanitären Geber und habe über das Auswärtige Amt im vergangenen Jahr humanitäre Hilfsmaßnahmen für rund 1,3 Milliarden Euro finanziert.