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Zu wild gefeiert: G20-Polizisten nach Sex-Skandal zurückgeschickt

Hamburger Polizisten stehen am Eingang des Stadtparks bei einer Mahnwache von G20-Gegnern. (Archivbild)
Hamburger Polizisten stehen am Eingang des Stadtparks bei einer Mahnwache von G20-Gegnern. (Archivbild)
Foto: dpa

Hamburg/Berlin. Zahlreiche Berliner Polizisten, die zum bevorstehenden G20-Gipfel in Hamburg waren, sollen sich dort völlig danebenbenommen haben und müssen nun die Heimreise antreten. "Unserem Polizeipräsidenten wurde mitgeteilt, dass unsere in Hamburg unterstützenden Hundertschaften vorzeitig aus dem Einsatz entlassen wurden", teilte die Berliner Polizei am Dienstag, 27. Juni, mit. "Ursache dafür soll ein Fehlverhalten in ihrer dortigen Unterkunft gewesen sein."

Exzessiv gefeiert

Die Polizei habe Stellungnahmen angefordert und werde über Konsequenzen entscheiden. Die Zeitung "B.Z." hatte zuerst darüber berichtet. Demnach hätten die jungen Polizisten in ihren Unterkünften exzessiv gefeiert und sich danebenbenommen.

"Einfach nur peinlich"

Der Sprecher der Berliner Polizei, Thomas Neuendorf, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es ist einfach nur peinlich, wie sich die Kollegen dort verhalten haben." Seit dem vergangenen Wochenende sind mehrere hundert Berliner Polizisten in Hamburg. Sie sollten noch vor dem G20-Gipfel am 7. und 8. Juli von weiteren Kollegen aus der Hauptstadt abgelöst werden. Insgesamt sollen 1.000 Polizisten aus Berlin zur Unterstützung in Hamburg sein, aber nicht alle zugleich.

Sex und Alkohol

Der Polizeisprecher hatte der "Berliner Morgenpost" bestätigt, dass es um den Vorwurf des Geschlechtsverkehrs in der Öffentlichkeit und um Alkoholexzesse gehe.