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Deutschland bleibt dieseldurstig 

Symbolbild
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Foto: dpa

Berlin. Obwohl sich weniger Neuwagenkäufer für einen Diesel entscheiden, steigt der Absatz von Dieselkraftstoff in Deutschland kontinuierlich an. Im vergangenen Jahr wurden 37,9 Millionen Tonnen Diesel verkauft, ein Anstieg um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV) hervor, den die Organisation in Berlin am Donnerstag, 6. Juli, vorlegte. Der Absatz von Benzin stagnierte hingegen bei 18,2 Millionen Tonnen.

Gute Konjunktur

Als Grund der Entwicklung nannte der Verband die gute Konjunktur in Deutschland. Es werde viel gebaut und viel transportiert. Bau und Speditionen hätten primär dieselgetriebene Fahrzeuge im Einsatz. Damit setzt sich eine historische Entwicklung fort: Im Jahr 2000 lagen Diesel- und Benzinabsatz bei knapp 29 Millionen Tonnen etwa gleichauf. Seitdem hat sich der Benzinabsatz um rund elf Millionen Tonnen verringert, der Dieselabsatz stieg um neun Millionen Tonnen.