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Keine Niere für Flüchtling: Klinik verweigert OP

Archivbild.
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Foto: dpa

Düsseldorf. Basel H. ist krank. Der gebürtige Syrer leidet an einer unheilbaren Niereninsuffizienz Typ 5 und braucht eine neue Niere. Einen Spender hat er schon: Sein Bruder würde ihm eine gesunde Niere geben. Die Krankenkasse hat eingewilligt, die Kosten für die notwendige Operation zu übernehmen.

Klinik verweigert Eingriff

Aber die Uni-Klinik Düsseldorf verweigert dem 22-Jährigen laut Focus die Transplantation. Der Grund: Das Transplantationsgesetz und ein Beschluss der Bundesärztekammer. Demnach müssen auch die Empfänger einer Lebendspende auf die Warteliste der Vermittlungsstelle für Organspenden, Eurotransplant.

Kein Anspruch auf Warteplatz

Doch genau da liegt das Problem: Flüchtlinge und Asylbewerber haben keinen Anspruch auf einen Listen-Platz, wenn statt einer Organspende auch eine Ersatztherapie möglich ist. Im Fall von Basel H. ist das die Dialyse, zu der er drei Mal in der Woche geht.

Der Fall des jungen Syrers wird der Rheinischen Post zufolge nun juristisch geprüft.